Wasserfunde und Bodenfunde: Was kann man beim Magnetangeln so alles finden?

Wasserfunde und Bodenfunde: Was kann man beim Magnetangeln so alles finden?

Natürlich brennt gerade Neulingen in diesem Hobby die Frage: „Was kann man eigentlich beim Magnetfischen so alles finden?“. Solche Fragen und ähnliche, bekommt man als Magnetangler von neugierigen Passanten und Bekannten des Öfteren zu hören. Hier erfährst du, was es erfahrungsgemäß „häufiger“ zu entdecken gibt.

 

 

Keine Falschen Erwartungen haben in Bezug auf Edelmetallfunde

Doch vorneweg muss man erst einmal eine logische Schlussfolgerung klarstellen. Nämlich kann man beim Angeln mit einem Magneten nur Gegenstände finden, die auch Magnetisch sind. Gold- und Silberschmuck, Münzen aus Edelmetallen oder Bronzeobjekte können mit dieser Methode nicht gefunden werden. Das ist leider zu bedauern, da im Wasser auch viele Schätze dieser Art auf einen warten. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass man Anhand magnetischer Komponenten auch Objekte findet, die zum Teil aus Edelmetallen wie Gold oder Silber bestehen. Beispiel hierfür sind Taschenuhren oder Schmuck aus mehreren Legierungen.

 

 

Gute Funde beim Magnetangeln sind:

  • Münzen (magnetische Münzen)
  • Orden und Abzeichen (Nadeln sind aus Eisen und somit magnetisch)
  • Taschenuhren (magnetisches Uhrwerk oder Gehäuse)
  • Hochwertige Armbanduhren (gute Chancen in Bagger- und Badeseen)
  • Historische Gegenstände (Dolche, Messer, Schlüssel, Gürtelgehänge)
  • Trachtenknöpfe / Trachtenschmuck
  • Bajonette
  • Gürtelschnallen
  • Alte Vorderlader
  • Schmuck (mit magnetischen Elementen)
  • Koppelschlösser
  • Besteck
  • Taschenmesser

 

Manch einer wird sich wundern, was den so alles magnetisch ist. Oft sind in verschiedenen Objekten „FE- Legierungsbestandteile“ mit verarbeitet worden, was eine anziehende Wirkung auf das Magnetfeld hat. Beispielsweise sind 1€ und 2 Euromünzen,  sowie diverse Cent Stücke magnetisch. Dies dient übrigens auch als Sicherheitsmerkmal. Der Magnetangler freut sich dagegen, wenn er an einen Badesee ein kleines Taschengeld mit verlorenen Euromünzen dazu verdient. Somit hat sich auch der etwas teure Bergemagnet nach kurzer Zeit bezahlt gemacht.

Weitere interessante Funde können Orden, Abzeichen oder Anhänger sein. Diese haben nämlich meistens magnetische Nadeln, damit man sie an der Kleidung befestigen kann.  Für einen starken Neodym-Suchmagnet* ist das absolut kein Problem, solche tollen Wasserfunde aufzulesen.

Zu weiteren Top – Funden gehören alte Blankwaffen wie Messer, Dolche oder Seitengewehre (Bajonett). Auch Koppelschlösser und Trachtenschmuck sind in den eine oder anderen Gewässer als Fund nicht auszuschließen.

Und selbst hochwertige Armbanduhren sowie alte Taschenuhren können durch magnetische Komponenten an Land gezogen werden.

 

 

Kuriose Bodenfunde beim Magnetischen:

  • Geldkassetten
  • Mofas
  • Fahrräder
  • Erkennungsmarken
  • Kruzifix
  • Handys
  • Navigationsgeräte
  • Autoschlüssel und Haustürschlüssel
  • Tresor
  • Undefinierbare Metallgegenstände
  • Kinderwägen
  • Matchbox Autos
  • Karosserie Teile
  • Helme
  • Säbel und Degen
  • Kanonenkugeln
  • Bäuerliches Arbeitsgerät

 

Auch kuriose Funde sorgen bei diesem Hobby oft mal für eine Überraschung. So braucht man sich nicht wundern, wenn auf einmal ein altes Kruzifix, ein Handy und ein Autoschlüssel gleichzeitig an der Magnetangel hängen. Aber auch andere durchaus interessante Objekte können aus dem Wasser gezogen werden. So sind durchaus auch schon Erkennungsmarken, Trachtenschmuck oder eine Kartätschenkugel aufgetaucht.  Diese Geschosse hatten übrigens öfters einen Eisenkern, der mit Blei ummantelt war. Deswegen nicht wundern, dass nicht alles rostig sein muss, was beim Magnetfischen so auftaucht.

Für größere Aufregung und Kraftanstrengung sorgen dann schon mal solche Funde wie Fahrräder oder Roller.  Ob diese mit Absicht oder Unabsichtlich ins Wasser gelandet sind, lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Es kann aber durchaus vorkommen, dass z.B. Bikes geklaut worden sind und anschließend aus schlechten Gewissen oder aus Angst davor erwischt zu werden versenkt wurden. Sollte man deswegen ein recht neues oder hochwertiges Fahrrad finden, ist es ratsam die örtliche Polizei zu informieren. Diese kann schließlich anhand der Fahrradnummer feststellen, ob das Fahrrad als gestohlen gemeldet worden ist.

 

Häufige Müllfunde beim Magnetfischen sind:

  • Bierdeckel
  • Angelhacken und Anglerzubehör (Blinker, Futterkäfig usw.)
  • Bleigewichte vom Angeln (Ösen sind magnetisch)
  • Rostige Schrauben
  • Akkus und Batterien
  • Dosen (Bierdosen, Coladosen usw.)
  • Rostige Kleinteile
  • Kettenglieder
  • Munition aller Art
  • Werkzeug
  • Draht
  • Eisenstangen

 

Es lässt sich leider nicht vermeiden, beim Angeln mit den Magneten auch einiges an Müll zu finden. Häufig handelt es sich dabei um Dinge wie Dosen, Bierdeckel, Anglerzubehör und sonstigen Unrat. Ein Appell an alle entdeckungshungrigen Schatzsucher sollte deswegen sein, den Müll nicht wieder ins Wasser zu schmeißen! Stattdessen sollte man diesen Fachgerecht zu entsorgen. Vielleicht lässt sich sogar mit dem ganzen Altmetall beim Schrotthändler ein kleines Taschengeld verdienen. Somit tut man was für die Umwelt und etwas für seinen Geldbeutel.

 

Fazit

Die Breite an verschiedenen Wasserfunden beim Magnetfischen ist unwahrscheinlich groß. Zwar wird auch einiges an Müll auftauchen, was aber den Überraschungseffekt bei dieser Freizeitbeschäftigung nicht kaputt machen wird. Schließlich kann nach jeden Angelwurf etwas Besonderes am Magneten hängen.

 

Kuriose Funde wie ein Navigationsgerät oder ein alter Kinderwagen, sorgen da schnell mal für einen Gag. Solche Objekte lassen zwar das Schatzsucherherz noch nicht wirklich höher schlagen. Doch wenn man mal eine gute Stelle zum Magnetfischen entdeckt hat, können auch absolut wertvolle Bodenfunde entdeckt werden. Die Rede ist hier z.B. von Orden, Schmuck, Uhren, historischen Gegenständen und vieles mehr.